home

Peter Otparlik

 

Wohnort: Vöhrenbach
Beruf: Pastor
Astronomischer Schwerpunkt: Visuelle Beobachtung, Astrofotografie, Selbstbau
Homepage: Sternwarte Vöhrenbach

 

Equipment:

Bilder werden geladen ...
Bilder werden geladen ...
18 Zoll Lowrider Dobson 250-1250 Newton (2) 250-1250 Newton auf PC-gesteuerter Selbstbau-Gabelmontierung (2) 250-1250 Newton auf PC-gesteuerter Selbstbau-Gabelmontierung (3) 250-1250 Newton auf PC-gesteuerter Selbstbau-Gabelmontierung (4) 250-1250 Newton auf PC-gesteuerter Selbstbau-Gabelmontierung 250-1250 Newton in Selbstbau-Rockerbox 250-1250 Newton

Wie kam ich zur Astronomie?

1979 - Das erstes Astronomisches Objekt, dass ich durch einen Feldstecher sah, war der Andromedanebel. Er wurde mir von einem Freund unserer Familie, ich glaube er war Astronomielehrer in Chemnitz, am Sternhimmel im Urlaub in der Hohen Tatra gezeigt. Tatsächlich sah ich ein Nebelfleckchen mit meinen 9 Jahren.

1980 - Erste Beobachtungen einer Mondfinsternis mit einem Teodolit und meinem Vater

1982 - Bau diverser Fernrohre aus Brillengläser, Pappröhren und Vergrößerungslupen. Die Idee kam durch ein Technikbastelbuch.

1984 - Besuch eines öffentlichen Abend im Astronomischen Zentrum Magdeburg Nord. An diesem entscheidenden Abend blieb ich dort "hängen", und schloss mich der Fachgruppe Astronomie an. Der Leiter sah mein Interesse und bat mich eine noch kommende Schulklasse am dortigen Coderefraktor 150/2250 einzuweisen. Seit dem half ich beim dortigen Beobachtungsprogramm für Schüler der 10. Klasse mit.

Hier konnte ich das Instrumentarium voll nutzen. Mit einer Mond/Sonnenkamera von Zeiss machte ich erste Mondaufnahmen am Coderefraktor. Mit den Astrokameras 60/270 erste Deepsky Erfahrungen auf Planfilm.

1985 - Da die Lichtverschmutzung recht stark wahr, wollte ich an unserem Sommerhaus eine eigenes Fernrohr besitzen. Der Geldbeutel gab eine fertige Ausrüstung nicht her, also musste ich alles selber bauen. 1985 bestellte ich mir bei Carl-Zeiss-Jena ein 80/840 und 50/540 Objektiv. Es dauerte ein Jahr bis es kam. Inzwischen hatte ich aber in einem Laden in Jena ein 50/540 Objektiv und zwei Okulare gekauft. (Damals gabs nur einen Laden in der ganzen DDR) So konnte ich mir mein erstes professionelles Teleskop bauen diesmal aus Abwasserrohren und Holz.

1988 - Im Rahmen eines Ausflugs des Astronomischen Zentrums Magdeburg zur Sternwarte Sonneberg. Wurde ich angesteckt, dort ebenfalls als Nacgtassistent zu arbeiten.

1989 - Nach meiner Lehre als Theaterschreiner, bewarb ich mich dort, und wurde als Nachfolger von Markus Richert (ebenfalls Magdeburger) angestellt. Zu meinen Aufgaben gehörte damals, Führungen durchzuführen, Nachts das Gelände zu bewachen, und im Falle eines nächtlichen Aufklarens, unsere Beobachter aus dem Bett zu klingeln. Des Weiteren oblag mir die Aufgabe der fotografischen Himmelsüberwachung mit einem 40cm Astrographen auf 30x30 cm Fotoplatten und deren Entwicklung und Archivierung. Zusätzlich kam noch das Putzen und Archivierung der anfallenden Fotoplatten der Sonneberger Himmelsüberwachungskameras dazu. Da vielen dann schon mal in ein paar klaren Winternächten 600 Platten an. Ehrlich gesagt, ich habe diese Arbeit gehasst, und mit meinem Hobby ging es den Berg runter. An den Astrographen hing ich noch mein 4/300 Sonar von Carl Zeiss Jena, schoss gute Fotos ohne Mühe, und hatte hier auch bald keine Herausforderung mehr. Der Spaß an der Astronomie verging mir gehörig.Schwer ist auch die Abgelegenheit einer Sternwarte zu ertragen. Deshalb schloss ich mich der Volkssternwarte Coburg an. Wo ich als "Halbprofi" gerne aufgenommen wurde und Freunde fand.

1990 - In diesem Jahr geschah etwas seltsames. Ich fing an mich für den christlichen Glauben zu interessieren. Durch eine Führung auf der Sternwarte lernte ich Christen kennen. Gleichzeitig wurde das Thema Gott auch unter uns Nachtassistenten positiv thematisiert, und mir viel auf, dass zwei unserer Doktoren sich zum Glauben an Gott bekannten. (Für sozialistische Verhältnisse außergewöhnlich!) Aus der Sternwartenbibliothek lass ich ein Buch von Carl-Friedrich von Weizsäcker, der darin postuliert, dass der Glaube dem Wissen voraus geht. Das war für mich neu. Ich las mehr über Gott, besuchte die Gottesdienste der Christen und im Sommer 1990, in einer warmen und klaren Augustnacht, die Instrumente liefen, lag ich auf der Bank vor meiner Kuppel, schaute in die Milchstraße und da kam plötzlich die Bewusstseinserweiterung über mich, das Universum hat einen Schöpfer. Von Nichts kann nichts kommen. In dieser Nacht wurden die Weichen für mein späteres Leben gestellt.